Gut angekommen

Bevor ich mit diesem Blog anfange, wollte ich mich nochmal für die weite Unterstützung bedanken. Besonders meine Eltern haben mir bei vielen Dingen im Voraus geholfen und ohne Sie wäre ich jetzt vermutlich auch nicht hier. Auch bei meinen anderen Verwandten und Freunden bedanke ich mich, die sich bisher sehr für mein Jahr interessiert haben und auch gerne zur Seite standen.

Die Idee für dieses Jahr kam mir ursprünglich durch meine Schwester Luise, die auch ein weltwärts-Jahr in Bosnien verbracht hat. Insofern ist sie also Schuld, dass ich jetzt in Kigali sitze – vielen Dank dafür. Da die Bewerbungen für einen Freiwilligendienst relativ früh rausmüssen (meist ein ¾ Jahr vorher) habe ich mich bei mehreren Organisationen beworben – ohne den Druck meiner Mutter hätte ich das nicht gemacht, wofür ich heute dankbar bin. Außerdem hatte ich mich noch mit dem Gedanken beschäftigt, den Freiwilligen Wehrdienst bei der Bundeswehr zu machen. Aber nach einem Infogespräch in Darmstadt hatte ich mich dagegen entschieden. Nach dem Auswahlwochenende beim ASC Göttingen hatte ich mich nach der Zusage direkt für den ASC entschieden. Es gab dann noch ein Infowochenende im April, an welchem ich meine Projektpartnerin Anna kennengelernt habe und kurz vor Abreise im Juli dann das Vorbereitungsseminar. Dort ging es um unser Verhalten und Rolle als Freiwilliger, Spielideen für die Arbeit im Projekt, Prävention von Malaria und AIDS (und weiteres).

Am 15. August stand ich also um 9:30 am Frankfurter Flughafen.

Der Abschied war für mich nicht so schwierig wie erwartet. Als man die Anderen (Yannik, Hanna und Anna) am Flughafen gesehen hat war man sofort motiviert, aber natürlich auch traurig – schließlich ist man 1 Jahr weg von Freunden zuhause und über ein halbes Jahr von der Familie. Gleichzeitig wusste man aber auch, dass man sich hier seinen Freundeskreis und mit der WG seine Familie hatte. Den Vorabend fand ich deutlich schwieriger, wenn man seine letzte Nacht hat denkt man über die Entscheidung nochmal nach.

Der Flug von Frankfurt nach Kigali ging über Istanbul und nach dem Umsteigen konnten wir sogar eine Sitzreihe pro Person genießen, weil das Flugzeug nicht voll war.  Angekommen in Kigali haben wir uns für 30 Dollar ein Touristenvisum gekauft, um das richtige Visum kümmern wir uns gerade. Philipp, der Freiwillige von 2016/2017, hat uns mit einem Freund abgeholt und zu unserer WG gebracht.

Erster Eindruck: Kigali ist eine saubere und organisierte Stadt. Es sind viele Motos (Motorradtaxis) unterwegs und der Verkehr ist etwas ungeordneter als in Deutschland, was aber keinesfalls etwas Negatives ist.

Am nächsten Morgen haben wir erstmal ausgeschlafen, wir waren ja erst um 2:00 Uhr in der WG. Zum Frühstück gab es Mandasi (Frittierte, leicht süße Teigbällchen) und Chapati (Fladenbrot). Den Tag haben wir wie die Folgetage relativ ruhig angegangen. Nach dem Mittagessen sind Yannik, Philipp und ich zur Einsatzstelle von Yannik und Hanna gegangen, die nur 1 Minute zu Fuß entfernt ist, und haben mit Leuten von Esperance Fußball gespielt. Fußball ist definitiv die verbreitetste Mannschaftssportart hier. Alleine in Kimisagara, unserem Sektor, gibt es über 20 Fußballmannschaften. Abends sind wir mit Philipp zusammen essen gewesen und haben uns SIM-Karten besorgt.

Essen ist hier zwar günstiger als in Deutschland, aber es hängt natürlich auch davon ab, wo man essen geht oder einkauft. Frische Sachen sind an Ständen oder auf dem Markt definitiv günstiger zu bekommen als in den großen Supermärkten im Stadtinneren. An Straßensnacks habe ich bisher Mandasi (leicht süße, frittierte Teigtaschen), Chapati (ungesäuertes Fladenbrot), und Sambesi (Teigtaschen gefüllt mit Hackfleisch) probiert. Fleisch kauft man hier vom Metzger (haben wir jedenfalls bisher gemacht), der allerdings nicht selbst schlachtet, sondern nur weiterverarbeitet. Für 500 Gramm Rindfleisch haben wir 1500 RWF bezahlt (1,55 Euro). Außerdem variieren hier die Preise, da mal von dem einen mehr im Angebot gibt als von dem andern.

Das Klima ist bisher angenehm warm. Tagsüber ist es in der Sonne schon relativ heiß, durchschnittlich hatten wir 27 Grad. Gegen Abend, besonders wenn es regnet, kühlt es ab. Deshalb ist es trotzdem gut, immer eine Jacke oder einen Pulli dabeizuhaben.

Unsere WG liegt in Kigali City (Nyarugenge district, Kimisagara sector Katabaro village, Akishuri cell). Einen Straßennamen oder eine Hausnummer gibt es nicht. Sie ist relativ geräumig, wir wollen aber noch ein paar Anschaffungen für die WG besorgen. Im Moment haben wir kein Fließend Wasser. Das ist zwar etwas nervig, aber man gewöhnt sich schnell daran.

Die letzten Tage hatten wir das Einführungsseminar zusammen mit den Volunta-Freiwilligen. Hauptsächlich ging es um das Visum und darum, Kigali kennenzulernen. Heute war unser erster Arbeitstag. Wir mussten eine Einladung für den Sport4Peace Workshop entwerfen. Die Hauptzeit habe ich heute aber bei der Botschaft verschwendet. Da ich für mein Visum eine beglaubigte Übersetzung für mein Abizeugnis brauche, musste ich meine Übersetzung bei der Botschaft beglaubigen lassen. Da es aber Schwierigkeiten mit meiner beglaubigten Kopie gab, musste ich erst meine Schule anrufen und darum bitten, dass diese meine Kopie bei der Botschaft beglaubigt. Aber jetzt sind alle Visumsunterlagen zusammen.

Noch ein paar Worte zum Blog:

Kommentieren ist erwünscht! 🙂

Fotos werden in der nächsten Woche folgen. (Das Header Bild wird auch noch ausgetauscht)

Es werden wahrscheinlich immer ein paar Schreibfehler in den Blogs sein. Wenn ihr welche findet, kommentiert es einfach und ich werde den Fehler verbessern.

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