Ruanda

Ruanda ist ein seit 1962 unabhängiger Binnenstaat in Ostafrika, der auch das „Land der tausend Hügel“ genannt wird. Die Amtssprachen sind Kinyarwanda, Französisch und Englisch. Ruanda ist kleiner als das deutsche Bundesland Brandenburg und damit eines der kleinsten und zugleich mit ca. 11,4 Millionen Einwohnern das am dichtesten besiedelte afrikanische Land. Internationale Aufmerksamkeit erhielt das Land durch den Völkermord von 1994. In annähernd 100 Tagen wurden 75% der Tutsi-Minderheit getötet und etwa 800.000 Menschen verloren ihr Leben. Später wurden die UN und Staaten wie USA, Großbritannien und Belgien für ihre Untätigkeit kritisiert. Neben den Konflikten sind auch strukturelle Probleme und die hohe Bevölkerungsdichte (mit 468 Einwohner pro km2 die höchste Afrikas) ein Grund dafür, dass Ruanda zu den ärmsten Ländern Afrikas gehört. Ca. 5,1% der Bevölkerung sind mit AIDS infiziert. Die Lebenserwartung liegt bei 47 Jahren (Deutschland (D.): ca. 77 Jahre), die Säuglingssterblichkeit beträgt 9,1% (D.: 0,33%) und das Bevölkerungswachstum 2,4% (D.: 0,2%). In Ruanda besteht für die 8-jährige, inzwischen gebührenfreie, Grundschule Schulpflicht. Anschließend kann noch die drei Jahre dauernde Sekundarschule besucht werden. 70% der erwachsenen Bevölkerung kann lesen.